Kunst Hilft HELFEN

Projekte die aus Erlösen der Kunstauktion gefördert wurden:

 

Durch die Kunstauktion der Evangelischen Kirche wurden seit 1996 rund 200 Projekte für MigrantInnen und Flüchtlinge gefördert. Einmal im Jahr, jeweils im Oktober, veräußert die Evangelische Kirche Kunstwerke, die von KünstlerInnen und KunstbesitzerInnen gespendet wurden. Rund 550.000 € wurden bisher eingenommen und Projekten zur Verfügung gestellt

 

Hinbun – Internationales Bildungs-und Beratungszentrum für Frauen und ihre Familien
Zuschüsse zu Seminaren zur Bearbeitung von familiären Konflikten, Hausaufgabenhilfe für kurdische Kinder, Anschaffung von Nähmaschinen (Nähkurs), Erstellung von Unterrichtsmaterialien und einer Sprachkurs-CD für kurdische Migranten, Erarbeitung von Ausstellungen.

 

Oromo-Horn von Afrika Zentrum
Die deutsch-afrikanische Begegnungsstätte ist seit vielen Jahren Treffpunkt, Beratungsstelle und ein Ort für Weiterbildung für MigrantInnen und vor allem für Flüchtlinge aus vielen afrikanischen Ländern. Ziel ist nicht nur, den Flüchtlingen selbst zu helfen, z.B. bei der Integration, Familienzusammenführung oder bei der Weiterwanderung, sondern auch Brücken der Verständigung zwischen Deutschen und MigrantInnen zu bauen, so beispielsweise mit Interkulturellen Seminaren für TaxifahrerInnen und PolizistInnen. Als Eingliederungsmaßnahme wurden u.a. Computerkurse für Frauen organisiert, die den meisten von ihnen einen Zugang in den Arbeitsmarkt ermöglichten.

 

Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus
Beispiel das Projekt „Zeig dem Rassismus die Rote Karte“, das vor allem Fußballspieler ansprechen soll oder das Projekt „Antirassistisches Lernen“. Schüler und Schülerinnen sollen durch Besuche in Schulen und kirchlichen Einrichtungen Möglichkeiten eröffnet werden, Kontakte zu Menschen anderer Kulturen aufzunehmen und dadurch Vorurteilen, Klischees und Diskriminierungen entgegen zu wirken. In einem anderen Projekt, „Siehst du es nicht?“, dokumentieren Kinder und Jugendliche den alltäglichen Rassismus, den sie erleben, und erarbeiten Formen der Auseinandersetzung damit.

 

TAM
Interkulturelles Familienzentrum in Kreuzberg, das Projektarbeit mit EinwanderInnen und Flüchtlingen leistet.

 

Neustart e.V.
Neustart bietet Hilfe für Opfer von Menschenhandel, vor allem für Frauen, die in die Prostitution gezwungen wurden. Der Standort in der Kurfürstenstraße bietet außerdem in einem geschützten kirchlichen Umfeld Lebenshilfe für Osteuropäerinnen an.

 

Flüchtlingsberatung in der Heilig-Kreuz-Kirche
In der Flüchtlingsberatungsstelle in der evangelischen Kirche Zum Heiligen Kreuz (Kreuzberg) suchten seit 1983 tausende von Flüchtlingen Rat und Hilfe. Außerdem berät die Stelle Kirchengemeinden in ihrer Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten, soweit es um rechtliche Fragen geht. Seit 30 Jahren wird die Einrichtung ausschließlich aus Spenden finanziert. Eine Juristin, Dolmetscher sowie ehrenamtliche MitarbeiterInnen bemühen sich mit fachlicher Kompetenz und großem Engagement auch in schwierigen Fällen, z.B. Flüchtlingen im Kirchenasyl oder bei Menschen ohne Aufenthaltspapieren, um Hilfe und helfen bei der Eingliederung in unsere Gesellschaft.

 

Ökumenisches Forum Marzahn
Seit vielen Jahren wird hier eine engagierte und qualifizierte Arbeit mit AussiedlerInnen und anderen MigrantInnen geleistet. Ziel ist die Förderung des Zusammenhalts aller Menschen im Bezirk und deren Integration. MigrantInnen, Flüchtlinge, AussiedlerInnen und Einheimische kooperieren bei vielfältigen sozialen, politischen und kulturellen Aktivitäten und Initiativen. So wirken sie zugleich Abschottungstendenzen in Teilen der Gesellschaft entgegen.

 

STUBE – Studienbegleitprogramm
STUBE ist ein entwicklungspolitisches Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika in Trägerschaft des Diakonischen Werkes und Teil der Arbeit der Evangelischen Studierendengemeinde. Das Programm bietet einen Ort des globalen Lernens und der interkulturellen Begegnung. Die Bildungsarbeit geschieht in Form von Seminaren, z.B STUBE against Racism, und Informationsveranstaltungen. Ziel ist, die Studierenden dabei zu unterstützen, ihre Studieninhalte auf die Situation in ihrem Herkunftsland zu übertragen.

 

Deutsch- und Integrationskurse für MigrantInnen im Kirchenkreis Stadtmitte
Bis zur Einführung öffentlich finanzierter Integrationskurse von einigen Jahren hatten viele MigrantInnen und vor allem auch Flüchtlinge keinen Zugang zu solchen Maßnahmen. In der „Trödel-Tee-Stube“ bemüht man sich seit Mitte der 80er Jahre um die Integration der Familien ausländischer ArbeitnehmerInnen und arabischer Flüchtlingsfrauen. Vielen konnte ein Weg aus familiärer und gesellschaftlicher Isolation durch Deutsch- und Alphabetisierungskurse gewiesen werden. Finanzierung von Deutsch- und Integrationskursen sowie Schularbeitszirkeln.

 

Südosteuropa-Kulturzentrum
Seit 1992 hat es sich zu einem Anlaufzentrum vor allem für Menschen aus dem früheren Jugoslawien entwickelt und bietet ein breites Angebot: vielfältige Therapieangebote für Traumatisierte, Unterstützung bei der Wohnungs- und Jobsuche, Beratung in Aufenthaltsfragen, Deutschkurse, vielfältige Angebote für Roma.
Exemplarisch sollen einige Projekte genannt werden
a) Gruppen- und Kunsttherapie für ehemalige Lagerinsassen und traumatisierte Flüchtlinge
b) NADA – Rückkehrhilfen für Bosnier: PatInnen unterstützen Flüchtlinge, die freiwillig zurückkehren wollen
c) Integrations- und Sprachkurse
d) Computer- und Internetkurse für Frauen
e) Neue Heimat Berlin, Interkultureller Garten

 

Velo-Fit statt Veloklau
In Kreuzberg arbeitet ein Projekt erfolgreich daran, jungen Menschen überwiegend türkischer und arabischer Herkunft unter pädagogischer Anleitung sinnvoll zu beschäftigen. Ein konzentriertes Arbeiten und Tüfteln an Fahrrädern, Kommunikation am Montageständer, der Umgang mit Werkzeugen und die Begegnung mit Kunden bieten den jungen Menschen die Möglichkeit, Verantwortung und Zuverlässigkeit zu entwickeln und Respekt und Anerkennung zu erfahren.

 

Perivoli – Interkultureller Garten
Perivoli ist der erste seit 2002 bestehende Interkulturelle Garten in Berlin. Griechische Einwanderer aus dem To Spiti, einem seit über 30 Jahren bestehenden Projekt der Neuköllner Diakonie Simeon, beschlossen mit anderen ausländischen Familien, gemeinsam zusammengelegte Kleingärten zu bewirtschaften, zu gärtnern und zu feiern. Inzwischen sind noch andere Aktivitäten dazugekommen, und Perivoli ist ein absolut gelungenes zukunftsweisendes Projekt, das viele Nachahmer gefunden hat.

 

WeGe ins Leben
Die Mitarbeiter helfen allein reisenden minderjährigen Flüchtlingen durch intensive persönliche Betreuung nicht nur während des Asylverfahrens, sondern auch bei der Berufsausbildung und dem Studium und weisen ihnen Wege ins Leben.


 

Links zu einigen der geförderten Projekte: